Über Uns
Im westlichsten Zipfel der Republik liegt unsere Heimat, in die es uns verschlug, als wir von der Großstadt die Nase voll hatten. Wir, das sind Katharina, Jürgen, Tobias, Annika und Florian mit Aspen und Ember. Haustiere hatten wir eigentlich immer schon, aber auf den richtigen Geschmack kamen wir über Celina, die im Sommer 1993 zu uns kam. Sie war eine Flat Hündin, die einen derartigen Eindruck bei uns hinterließ, dass seitdem keine andere Rasse mehr neben ihr bestehen konnte.
Eines Tages dann in Frühsommer 2003 hatten wir das Gefühl, als habe sie eine leichte Erkältung. Wir dachten uns nichts dabei. Das geht auch wieder vorbei. Am dritten Tag, ging ich mit ihr zum Tierarzt, der routinemäßig das Blut untersuchte. Das Ergebnis war schlimmer als befürchtet. Celinas Leberwerte waren nicht mehr zu unterbieten.
Im Laufe der Woche griff er tief in seine Trickkiste, aber es half nichts. Offensichtlich hatte sie etwas Giftiges gefressen. So mußten wir mit ansehen, wie sie zusehends verfiel. Wie innerhalb von 10 Tagen zwar aus einem alten, aber gesunden Gefährten ein Schatten seiner selbst übrig blieb. Sie behielt keine Nahrung mehr bei sich und ihr Blick flehte nur noch, erlöse mich. Sie war nicht zu retten. Es war mit einer der schwersten Gänge unseres Lebens. Auf einer Wiese unter Bäumen haben wir sie begraben und haben dabei Rotz und Wasser geheult.
Eines aber stand zu diesem Zeitpunkt bereits fest: Das was sie uns gegeben hatte durfte nicht so sang,- und klanglos zu Ende gehen. Jetzt aber war guter Rat teuer. Wir wußten natürlich, daß man einen Flat nicht einfach aus dem Hut zaubern konnte. Alle, die wir kennengelernt hatten, hatten sich nicht nur in Wartelisten eintragen müssen, sie hatten sich regelrecht für einen Welpen bewerben müssen. Sie alle hatten Wartezeiten von Monaten, warteten teilweise auf ungeborene Welpen.
Und wir?
Ich setzte mich wildentschlossen an den Computer und wälzte das Internet. Von Nord nach Süd und von West nach Ost durchsuchte ich das Land. Und siehe da, ich fand einen Züchter in Hessen, mal eben 350 km von zuhause weg, es sah aus als ob ... .
Mit klopfendem Herzen rief ich an. Wir telefonierten endlos. Sie hatte noch eine Hündin abzugeben. Der ursprüngliche Interessent hatte ihr wohl etwas zuviel von seiner Erziehungsmethode erzählt. Am Ende der Unterhaltung wollte er den Welpen schon einpacken, als die Züchterin ihn mit der bitteren Wahrheit in die Gegenwart zurückholte. Er mußte alleine nach Hause fahren.
Nun drängte die Zeit. Die Welpen waren abgabebereit und deshalb mußten wir schnell sein. Also Sonntags das erste Mal telefoniert, für Mittwochs in Hessen verabredet ( es war wie bei einem Casting, wir haben erzählt und erzählt und erzählt ). Schließlich saßen wir mitten in der Welpenkiste und spielten mit den Hunden. Wir erzählten was wir mit dem Hund anfangen würden. Die Züchterin erzahlte uns von ihrer Arbeit:
Dummyarbeit!, und als sie uns die Zusage gab, konnten wir unser Glück kaum fassen. Doch jetzt ging es, immer noch ohne Hund, wieder nach Hause, um den nächsten Sonntag ein zweites Mal hinzufahren, um die Kleine abzuholen. Es wurde zu einer Geduldsprobe, 1400 Kilometer in einer Woche nur für einen Hund.
Dummytraining, das mußte es sein. Zuhause begann ich alles nachzulesen, was darüber geschrieben stand. Nach einem halben Jahr stand das erste Welpentreffen in Hessen an, wo sich alle Welpen mit ihren Menschen trafen. Dort konnte ich live erleben, was es mit der Dummyarbeit wirklich auf sich hatte. Ich war fasziniert, was ein Flat dabei zu Wege brachte. Apportieren aus allen erdenklichen Lagen, Einweisen auf Pfiff über große Distanzen und alles mit einer Geschwindigkeit, dass uns Hören und Sehen verging.
Ich hatte eine neue Freizeitbeschäftigung. Plötzlich fand ich mich zu den unmöglichsten Zeiten auf dem Trainingsplatz wieder. Ich lernte neue Leute kennen, die mit ihren Tieren ebenso ausdauernd wie erfolgreich arbeiteten und das spornte mich zusätzlich an. Ich wollte mehr. Ich wollte meine Begeisterung mit Anderen teilen. Ich wollte züchten, um anderen Menschen das weiterzugeben, was ich mit unserem Hund erfuhr. So kam Eins zum Anderen. Trotzdem dauerte es drei Jahre, bis alle Prüfungen und Voraussetzung zusammen waren, um mit Aspen züchten zu dürfen. Aspen wurde als vollwertiges Mitglied in unsere Familie integriert. Ich nahm sie überall mit hin. Sie ist mein Schatten. Sie honorierte es, indem sie alle Leute die sie kennenlernte, regelrecht verzauberte.
Sie durfte im Haushalt Aufgaben übernehmen und genoß es sichtlich. Aber all diese Euphorie war noch steigerungsfähig, als wir im letzten Winter 2007 auf Ember aufmerksam wurden. Sie war eine Nova Scotia Hündin und suchte noch ein neues Zuhause. Toller hatte ich bis dahin erst einmal live erlebt, kannte sie nur von dem was ich über sie gelesen hatte. Vielleicht kam daher der Reiz. Jedenfalls hinterließ das erste Zusammentreffen bei mir einen derartigen Eindruck, dass er hier kaum zu beschreiben ist.
Ich war von ihrem Wesen dermaßen beeindruckt, dass es für mich kein Zögern gab. Auch Ember fand Gefallen an uns, und so zog sie kurz vor Weihnachten bei uns ein. Jetzt fangen wir (den Rest der Familie konnte ich mit meiner Begeisterung anstecken) also mit der Hundearbeit wieder von vorne an, was uns aber nicht davon abhält, unsere Begeisterung mit allen zu teilen, die auch dem Charme dieser Hunde erlegen sind. Einiges davon haben wir versucht in den Bildern unserer Webseiten festzuhalten. Doch ist das Alles mit dem Original nicht vergleichbar.
Diese Hunde kann man nicht beschreiben, man muß sie erleben.
Fürs Erste will ich es dabei bewenden lassen und wünsche allen unseren Besuchern viel Spaß beim Stöbern.
Für alle Fragen die danach aufkommen, stehen wir gerne jederzeit Rede und Antwort.
